Die Tonleitern und Scalen

Grundlagen zum Einstieg in die Geheimnisse der Notenschrift.

Was man darunter versteht:

Unter einer Tonleiter versteht man eine Anzahl
von Tönen, welche innerhalb einer s.g. Oktave geordnet sind,
und den "Rahmen" einer Komposition darstellen.

Die Art wie die Oktavteilung, bzw. die Tonabstände zwischen den Tönen festgelegt sind , bestimmen das Tongeschlecht. Grundsätzlich lassen sich in unserem 12tönigen Tonsystem 4 Einteilungsarten der Oktave unterscheiden:

 

Pentatonik, Ganztonleiter, Diatonik und Chromatik.

Zur Darstellung einer bestimmten Tonhöhe benutzt man ein Systems von 5 parallelen Linien im Abstand einer Terz

 

Das System stammt von Guido von Arezzo und wurde schon ca. 1000 n. Chr. verwendet.


So sieht das aus: noli

Die Bedeutung der Noten und deren Tonhöhe auf oder zwischen diesen Linien wird durch sog. "Notenschlüssel" bestimmt.


(siehe Notenschlüssel)

Chromatische Tonleiter


Die Aufeinanderfolge von allen zwölf Halbtonschritten ergibt die chromatische Tonleiter.

 

chrom

Man verwendet im allgemeinen den Grundsatz, daß beim Aufwärtsgehen ein Kreuzvorzeichen und beim Abwärtsgehen ein b- als Vorzeichen Verwendung finden soll.

Mit dem entsprechenden Schlüssel entstehen die uns bekannten Tonleitern.


Durtonleiter.

 

 

Schreibt man alle Töne von c' bis c'' ohne ein Versetzungszeichen, so bekommt man eine C-Dur-Tonleiter.


Die Halbtonschritte einer Durtonleiter sind immer zwischen der III. und IV. Stufe und zwischen der VII. und VIII. Stufe.

Die Durtonleiter besteht aus zwei gleichen Hälften, diese nennt man die sogenannten **Tetrachorde, welche jeweils aus 2 Ganztönen und einem Halbton bestehen. Will man diese Durtonleiter nach aufwärts oder abwärts versetzen (transponieren), so muss man durch die entsprechenden Vorzeichen dafür sorgen, dass sich zwischen der III. und IV. Stufe und zwischen der VII. (Leitton) und VIII. Stufe Halbtonschritte und zwischen allen anderen Stufen Ganztonschritte befinden. So würde also eine Durtonleiter von d' aus so aussehen:


In dieser Art lassen sich von allen 12 Tönen die Dur-Tonarten bilden. Wenn man diese Dur-Tonarten der Reihe nach ordnet entsteht der sog. Quintenzirkel.

(siehe unter Quintenzirkel)

Moll-Tonleiter

Bei der Molltonleiter unterscheiden wir drei Arten :

          • 1. das natürliche Moll

          • 2. das harmonische Moll

          • 3. das melodische Moll

Dem natürlichen Moll liegt die Tonreihe a-h-c-d-e-f-g-a zugrunde. Der Vorläufer ist die ***äolische Kirchentonart, d.h. ihre Halbtonschritte liegen zwischen der II. und III. Stufe und zwischen der V. und VI. Stufe.

 

Melodisches Moll

Bei der melodischen Molltonleiter erhöht sich beim Aufwärtsgehen nicht nur die VII. Stufe sondern auch die VI. Stufe. Dadurch vermeidet man den "Übermässigen Sekundschritt" zwischen der VI. und VII. Stufe. Allerdings erniedrigt das beide wieder, beim Abwärtsgehen. Wenn man diese Molltonarten transponieren will, ist es erforderlich wie bei den Dur-Tonleitern, durch die jeweiligen Vorzeichen dafür zu sorgen, dass sich die Halb- und Ganztonschritte zwischen den richtigen Stufen befinden.

 

Die Kirchentonarten.

In den Gregorianischen Chorälen (einstimmiger liturgischer Gesang der katholischen Kirche und geht auf Papst Gregor den Grossen (ca. um 600) zurück) und ist in alten Volksliedern, sowie im Jazz mit Teilfragmenten enthalten die ebenfalls ihre Ursprünge im Bereich der Diatonik haben. Das sind die sogenannten Kirchentonarten.


Dorisch:

Phrygisch:

Lydisch:


Mixolydisch:

Äolisch:


Ionisch:

Locrisch:

Die Kirchentonarten können auch auf jeden anderen Grundton aufgebaut werden. Man muss aber darauf zu achten, dass ihre Halbtonschritte durch die entsprechenden Versetzungszeichen zwischen die selben Stufen angeordnet werden. Den Tonumfang von Kirchentonreihen nennt man Ambitus. Den Grundton nennt man Finalis oder Schlusston. Mit Modus bezeichnet man die Tonreihe selbst.


Ausser den authentischen Tonarten, gibt es noch die plagalen oder abgeleiteten Tonarten. Diese sind 4 Töne tiefer notiert als die entsprechenden authentischen und haben das selbe Finalis. Sie werden mit dem gleichen Namen aber mit vorgesetztem "Hypo" bezeichnet. Z.B.Hypodorisch, Hypophrygisch, Hypolydisch usw....


Es gibt noch eine weitere Tonleiter, die sich ergibt wenn man eine Tonreihe aus acht Tönen auf der Note h aufbaut. Diese Tonleiter, wie auch die oben genannten Kirchentonarten wird im Jazz benutzt und lokrisch genannt.


ist der Intervall (Tonabstand).

Der 3. Ton einer diatonischen Tonleiter. = vier. 


Text-Quelle: Stadtkapelle Dornstetten e.V.


 

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